[Videopodcast] 3 Tipps für Herbstfotos

Es ist leider nicht zu vermeiden, der Herbst steht vor der Tür. Die Tage werden kürzer und vor allem kälter. Aber für uns Fotografen bieten die aktuellen Farben richtig tolle Motive. Wenn die Sonne tief steht und die Blätter gelblich und rötlich schimmern, im Hintergrund der blaue Himmel… Da macht fotografieren Spaß. Ich habe drei Tipps für tolle Herbstfotos für dich.

Du hast eine tolle Kamera, richtig viel Geld investiert in Objektive, der Fotorucksack ist prall gefüllt. Hand aufs Herz. Nimmst du den Rücksack immer mit? Hast du deine Kamera immer dabei. Wahrscheinlich nicht. Denn die DSLR ist groß und unhandlich. Deswegen geht der Trend ja auch zu den Spiegellosen Kameras hin, da sie deutlich kleiner und kompakter sind. Aber sind sie so klein, das sie wirklich immer dabei ist? Wahrscheinlich nicht. Was nützt uns nun die beste Kamera, wenn sie zu Hause ist.

Tipp Nr. 1

Besorg dir eine kleine „Kompaktkamera“, die du wirklich immer dabei hast. Eine Kamera die in jede Tasche passt, die im Auto liegt oder in der Gürteltasche ist. Meine „immer dabei Kamera“ ist eine Canon EOS M mit EF-M 22mm. Die Kamera kann RAW aufnehmen und ist mit einer f/2 lichtstark. Ich brauch kein Zoom. Die 35mm (umgerechnet auf Kleinbild) sind für mich die ideale Brennweite für unterwegs. Entscheidendes Kriterium bei der Wahl der Kamera ist lediglich das sie RAW aufnehmen kann. Welche Marke ist egal, aber aus den RAW Daten kann man in der Nachbearbeitung deutlich mehr machen.

Tipp Nr. 2

Wenn die Sonne an einem schönen Herbsttag scheint, steht sie sehr tief, sodass man sie zum einen ins Motiv einarbeiten kann und zum anderen ist die Lichtsituation extrem grell. Hier bietet es sich an die Belichtung auf z.B. -1 zu korrigieren. Das hat zur Folge, dass um die Sonne deutlich weniger ausgebrannte Stellen sind, aber in den Tiefen deutlich weniger Zeichnung. Es wirkt sehr dunkel. Das ist in der Nachbearbeitung kein Problem die dunklen stellen wieder hervor zu holen. Aber ausgebrannte stellen, bekommen wir nicht zurück. Tendenziell also eher unterbelichten.

Tipp Nr. 3

Farbe, Farbe, Farbe. Herbstbilder leben von der Farbe und hier gilt es die Farben zu verstärken und zu intensivieren. Und hier kann man die Regler sehr weit drehen, deutlich weiter als sonst üblich. Die golden warme Farbstimmung, so wie man es sieht wird so natürlich nicht so auf den Chip gebannt. Hier müssen wir ein wenig nachhelfen. Am einfachsten geht das mit Flares. Die bekommt man zu hauf im Internet. Einfach mal ein wenig googeln. Ich nutze hier die Flares von Krolop und Gerst.

Bildbearbeitung

  1. RAW Entwicklung
    – Weißabgleich wärmer
    – Kontrast angehoben
    – Lichter reduziert
    – Tiefen aufgehellt
    – Klarheit und Dynamik verstärkt
    – geschärft
    – HSL die Farben Orange, Grün und Geld aufgehellt und verstärkt
    – Objektivprofilkorrektur aktiviert
  2. Photoshop
    – Retusche
    – Flare für die Farbstimmung
    – Helligkeit mittels Tonwertkorrektur angepasst
    – Dynamik verstärkt
    – Kontrast mit einer SW-Ebene verstärkt

Video

In dem Video zeige ich die Bearbeitung Schritt für Schritt:

Gallerie

Hier noch ein paar Bilder die bei dem Spaziergang entstanden:

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