Immer wieder kommt die Frage auf mit welchem Equipment ich fotografiere. Daher hier mal eine kleine Übersicht der Dinge die mir für meine Arbeit zur Verfügung stehen. Es kommt auch immer wieder vor, je nach Auftrag, dass ich mir entsprechendes Equipment leihe.

Kamerabodys

Canon EOS 5D III

In der Sport- und Pressefotografie habe ich mit 1er Bodys gearbeitet. Für die Peoplefotografie nutze ich die Canon 5D III.

Sie bietet 22 Megapixel, ein Vollformatsensor und damit verbunden eine sehr gute Bildqualität mit einem präzisen Autofokus. Das alles in einem sehr kleinen Gehäuse. Ein tolles Arbeitstier. Anfangs hatte ich ja bedenken, nachdem ich viele Jahre mit 1er Bodys unterwegs war, mit dem kleinen Body überhaupt zu recht zu kommen. Aber der liegt wirklich sehr gut in der Hand und ich kann auf den Batteriegriff verzichten. Im Gegenteil, der BG verändert die Haptik so sehr, dass er für mich an der 5D III eher nachteilig ist. Deswegen nutze ich die Kamera ohne BG.

Canon EOS 7D

Dieser Body ist zum einen Ersatz- / Zweitbody bei Hochzeitsreportagen und wid in der Regel mit dem 70-200 f/2,8 bestückt. Die Kamera hat ein APS-C Sensor und damit im Vergleich zum Kleinbild/Vollformat ein Crop-Faktor von 1,6. Zurdem bietet sie mit 8 Bilder/Sec eine hohe Serienbildgeschwindigkeit und ist damit zum anderen hervorragend für die Sport- und Aktionfotografie einzusetzen. ISO ist für mich bis 6400 nutzbar, mit ein bisschen EVB sind die Ergebnisse okay. Natürlich kann die Qualität, alleine schon aufgrund des kleineren Sensors, nicht so gut sein wie bei der EOS 5D III z.B. Aber die beiden Kameras ergänzen sich sehr gut, haben die gleich gute Haptik.

Canon EOS M

Die Spiegellose Systemkamera Canon EOS M bietet den Vorteil, dass ich sowohl die kleinen EF-M Objektive an der Kamera nutzen kann, aber auch mittels Adapter die großen EF Objektive. Zwar geht dann der Vorteil der Kompaktheit verloren, aber wenn der Rest beim Service ist, kann ich immer noch mit der M arbeiten.

Zwei kleine Nachteile hat die Kamera für mich. Erstens ist sie sehr langsam und wenn es schnell gehen muss, wie z.B. in der Hochzeitsfotografie, da kann es schon mal sein das sich das Hochzeitspaar geküsst hat, bevor die Kamera es geschafft hat scharf zu stellen und auszulösen. Zweiter Nachteil ist, dass sie kein Fernauslöser hat, dadurch kann ich sie nicht als Photoboothkamera nutzen. Aber in Verbindung mit dem EF-M 22 f/2.0 ist es eine kleine Lichtstarke kompakte Kamera mit sehr guter Bildqualität. Ideal für die Städtetouren.

Objektive

Canon EF 15 f/2,8 Fisheye

Das EF 15 f/2,8 Fish ist schon lange in meinem Besitz. Es hat halt eine spezielle Bildwirkung und gerade bei Hochzeiten in kleinen Standesämtern oder um halt diese spezielle Bildwirkung zu bekommen nutze ich es ganz gerne. Der Autofokus ist langsam und mein Exemplar ist dazu auch noch laut da irgendetwas nicht i.O. ist. Reparatur lohnt nicht meint Canon und außerdem hat das keinen Einfluss auf die Bilder. Dafür habe ich es seinerzeit auch günstig bekommen.

Canon EF 16-35 f/2,8L II

Das 16-35 war an der Crop-Kamera, den 1er Bodys, mein quasi "Immerdrauf". Entspricht es doch einem 21-46 Kleinbild. Da ich vermehrt die 5D III nutze, kommt es nun seltener zum Einsatz. Aber dennoch wird natürlich ein solches Weitwinkel benötigt. Auch wenn ich meistens, wenn es Ultraweitwinkel sein soll, dass EF 15 f/2,8 Fish vorziehe.

Canon EF 24-70 f/2,8L II

Das 24-70 ist die Brot und Butterlinse. Zusammen an der 5D III ein tolles Gespann. Macht was es soll. Ist schnell, scharf und hat eine gute Abbildungsleistung. Einfach ein Klassiker für viele Einsätze die erste Wahl.

Canon EF 70-200L f/2,8 IS USM

Das 70-200 ist das Universalteleobjektiv. Es kommt immer dann zum Einsatz, wenn ich Abstand benötige. Zum Beispiel in der Kinderfotografie oder bei Hochzeiten um Portraits aus der Entfernung zu schießen. Machmal kommt man halt auch nicht an das Objekt näher dran, dann muss halt das Tele ran.

Yongnuo 35mm f/2

Das Yongnuo 35mm f/2 bietet extrem viel Leistung. Es ist nicht so extrem scharf wie das Pendant von Canon oder das Sigma Art, aber mit gut 100€ kostet es auch nur ein Bruchteil der anderen Linsen. Es ist klein, leicht, lichtstark und immer in der Fototasche. Gerade in der Reportagenfotografie wie bei Hochzeiten nutze ich es sehr gerne. Der Gewichts- und Größenvorteil ist für mich dabei entscheidend.

Canon EF 50 f/1,8 II

Das 50er darf in keiner Fototasche fehlen. So ist es doch eins der günstigsten Objektive die die jeweiligen Hersteller zu bieten haben und das schon bei bei Blenden von z.B. f/1,8. Das 50mm am Kleinbild entspricht unserem natürliche Auge, verbunden mit Blenden von z.B. f/1,8 hat man tolle Freistellungsmöglichkeiten. Mein 50er kommt eher selten zum Einsatz. Das "günstige" f1,8 ist sehr langsam und laut. Dennoch macht es gute Bilder gerade wenn man Preis/Leistung betrachtet.

Canon EF 85 f/1,8 USM

Das 85er ist meine Portraitlinse. Schnell, scharf und eine gute Abbildungsleistung. Auch hier gilt für mich das Preis-Leistungsverhältnis.

Canon EF 100 f/2,8 USM Macro

Das Macro kommt bei meinen Hochzeitsreportagen wenn ich die Ringe fotografiere zum Einsatz und in der Babyfotografie wenn es um die Details wie Hände und Füße geht.

Canon EF M 22 f/2 STM Pancake

Das Canon EF-M 22 f/2.0 entspricht zusammen mit der EOS M einem 35er an einer Vollformatkamera, also das perfekte immerdrauf und immerdabei. Okay, kein Zoom, aber der Turnschuhzoom geht ja immer. Egal ob für Portraits, Dokumentation oder Landschaft, sehr klein aber mit tollen Bildergebnissen.

Licht

Canon Speedlite 600EX-RT

Immer wenn ich ETTL nutzen möchte, dann kommt der 600er auf die Kamera. Das System funktioniert und es ist einfach bequem damit zu blitzen. Gerade bei Hochzeitsreportagen kann man sich auf das Motiv konzentrieren und auf die richtige Belichtung verlassen.

Yongnuo YN-560 III

Der YN-560 III kann nichts, außer Licht machen. Und genau deswegen habe ich ihn mehrfach in der Tasche. Wenn ich zusätzlich an verschiedenen Stellen Licht benötige oder aber auch wenn mehr Leistung benötigt wird, feuern drei YN-560 III gleichzeitig in ein Schirm. Der Vorteil der Version III ist, das der Funkempfänger RF-602/RF-603 bereits mit integriert ist und kein zusätzliches Teil montiert werden muss.

Batteriepack Canon CP-E3 und Yongnuo SF-18

Mit jeweils acht zusätzlichen Akkus bestückt kommt man mit diesen insgesamt dann 12 Akkus fast über den ganzen Tag einer Hochzeitsreportage. Der noch viel größere Vorteil ist aber das sich damit die Ladezeiten verkürzen. Den CP-E3 habe ich schon sehr lange Einsatz. Am Gürtel merkt man ihn kaum. Der Youngnuo ist natürlich deutlich günstiger wie Original Canon, funktionieren aber genauso gut. Einzig der SF-18 ist laut. Nicht nur beim Laden ist ein deutliches Geräusch zu hören, sondern bei meinen Exemplaren ist ein fiepen permanent zu hören. Da ich das ganze aber on Location nutze stört es in der Regel nicht weiter.

Jinbei FL-II 500 Porty

Der FL-II 500 hat 400Ws und kommt immer dann zum Einsatz wenn, die kleinen Komapktblitze nicht mehr ausreichen. An den kleinen Jinbei passen dank Bowens S-Bajonett eine Menge unterschiedlicher Lichtformer. In Verbindung mit dem Yongnuo YN-622 Blitzauslöser ist der Porty sogar HSS/FP fähig und man kann mit offener Blende und Verschlusszeiten bis zu 1/8000 fotografieren.

Multiblitz Profilux 200/400/600

Im Studio arbeite ich mit eine Multiblitzanlage, die Profilux 200, 400 und 600.

Blizuauslöser Yongnuo RF-602 und YN-622

Um die Studioblitze, die Kompaktblitze/Systemblitze und auch die Kamera auszulösen, nutze ich die Yongnuo RF-602 Funkaulöser. Der Yongnuo YN-622 ist ETTL fähig und bietet im Zusammenspiel mit dem Jinbei FL-500 Porty die HSS-Funktion.

Lichtformer

Jinbei Umbrella K-Serie

Bei den Softboxen/Lichtformern nutze ich die Jinbei. Die K-Serie hat die Umbrella-Technik und ist deshalb sehr leicht auf und ab zu bauen und damit auch transportabel. Jinbei nutzt das Bowens S-Bajonett, aber mittels Adapter können alle gängigen Blitze verwendet werden. Entscheidender Vorteil ist aber der Preis. Sie kosten eben nur ein Bruchteil von dem was die Markenhersteller verlangen und das bei durchaus guter Qualität.

SMDV 60 Speedbox für System-/ Aufsteckblitze und Bowens S-Bajonett Blitze

Die SMDV 60 vereint mehrere Vorteile. Sie ist klein, leicht, super einfach im Auf- und Abbau. Gemacht um sie mit System-/ Aufsteckblitze zu verwenden, aber mittels Adapter kann sie auch im Studio an Blitzen mit dem Bowens S-Bajonett genutzt werden. Oder, wie ich sie auch nutze, am Jinbei FL-II 500 Porty.

Fototaschen

ThinkTank Airport Security

Immer wenn möglichst die ganze Ausrüstung mit muß, kommt der ThinkTank Airport Security zum Einsatz. Viel Platz, incl. Laptop, super Verarbeitung und sehr haltbar. Die Maße sind noch Flughandgepäcktauglich. Natürlich voll bepackt niemals vom Gewicht her. Der Security bietet aber die Möglichkeit ihn neben der Trollyfunktion auch als Rucksack zu nutzen und wie durch ein Wunder ist er auf dem Rücken beim Boarding federleicht.

Jack Wolfskin ACS Photopack 24

Der ACS Phopack von Jack Wolfskin bietet ne menge Platz und gerade durch sein Tragesystem ist er sehr gut auch bei waren Wetter zu tragen. Selbst wenn man ihn voll packt, also DSLR + einige Objektive, Blitz und Notebook lässt er sich noch sehr gut tragen. Zusätzlich bietet er noch Platz für Verpflegung und/einen Pullover/Jacke.

Sonstiges

Speicherkarten

Bei den CF-Speicherkarten setze ich auf Sandisk. Hier auf billige Karten zu bauen, ist am falschen Ende gespart. Zumal man nicht die schnellsten und größten Karten benötigt und so habe ich noch Sandisk und 8GB Karten im Einsatz. Zusätzlich nutze ich noch die WiFi SD-Karten von Transcend 16GB und 32GB.

Eneloop Akku

Die Sanyo Eneloop Akkus hab ich schon sehr lange im Einsatz. Die ältesten Packs sind sicher bereits über sieben Jahre im Einsatz und die Kapazität hat sich nicht merklich verändert. Auch ist von Selbstentladung wenn sie mal längere Zeit ungenutzt sind, nichts zu spüren. In Verbindung mit einem guten Ladegrät wie z.B. dem AP8 oder dem BC-700 und regelmäßigen Laden/Entladen sind das nach wie vor die besten Akkus.

Blackrapid R-Strap Sport

Der Blackrapid R-Sprap Sport hat ein tollen Tragekomfort, sitzt super und rutscht nicht. Selbst mit einem 1er Body und 70-200 f/2,8 kann man den ganzen Tag damit arbeiten. Bei Hochzeitsreportagen nutze ich zusätzlich noch die Links-Version, sodass ich an jeder Seite eine Kamera habe.

Wacom Intuos Pen&Touch

Ich nutze das Wacom Intuos Pro S und das Wacom Intuos Pen&Touch Grafik-Tablet in der Größe S incl. Wacom Wireless Kit. Die Größe S ist völlig ausreichend. So muss ich nicht so weite Wege auf dem Grafik-Tablet zurück legen. Das Pen&Touch ist das kleinste aus der Intous Serie und dabei bietet es doch fast alles was auch die großen Bürder, die Intuos Pro können. Entscheidender Unterschied ist allerdings, die Intuos Pro haben 2048 Druckempfindlichkeitsstufen, die Pen&Touch Serie nur 1024. In der Praxis komme ich sehr gut mit dem Pen&Touch zurecht. Und gerade die Tatsache das es sehr klein ist, bietet mir die Möglichkeit es schnell mal einzupacken und auch mobil zu nutzen.