Was ich sonst noch so fotografiere – Neugeborenenfotograf

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Hi,

und einen schönen Gruß an dich!

Neugeborenenfotografie

Ja, mir ist schon klar, dass dieses Thema nicht jeden interessiert und auch sogar abschreckt. Es gibt zum Teil extreme Meinungen dazu.

In diesem Post soll es darum gehen wie ich zu diesem Genre gekommen bin und wie man sich entwickeln kann. Also auch wenn dich das Thema weniger interessiert, so kann aber mein Weg dahin ganz interessant sein. Denn das ist auf andere Bereiche übertragbar, auch auf „Der Weg des Hobbyfotografen in die Selbständigkeit“ z.B.

Da ich das gemeinsam mit Sylwia mache, ist wohl klar welche Meinung wir diesbezüglich haben. Bitte akzeptiere das, entsprechende Kommentare machen wenig Sinn. Danke. Über Kommentare zu deinem Weg würde ich mich freuen.

Nachdem ich als Hochzeitsfotograf unterwegs war und die Paare ein paar Monate später mich um ein Shooting mit ihren Neugeborenen gebeten haben stand ich vor der Herausforderung Nein zu sagen, oder mich mit dem Thema auseinander zu setzten. Nun gibt es diese tollen Bilder im Krankenhaus, wo jedes Baby gleich aussieht und auch in der gleichen Pose liegt wie der Baby der Bettnachbarin. Und auf der anderen Seite gibt es das andere Extrem Anne Geddes. Wer die Bilder der amerikanischen Fotografin nicht kennt, ein Blick, zumindest zum mitreden, lohnt. Die Erste war sie sicher nicht die Baby´s anders fotografiert hat, aber zumindest war sie eine der ersten, die mit ihren Bildern bekannter geworden ist.

Meine ersten Shootings waren grausam. Das hatte ich den Paaren auch gesagt. Ich habe da keine Erfahrung…  Wie dem auch sei, die Paare waren trotzdem glücklich und ich musste mal überlegen wie es weiter geht. Grundsätzlich hat das schon Spaß gemacht. Ich mag es Menschen mit meinen Bilder glücklich zu machen. Das ist auch ein Aspekt der Hochzeitsfotografie. Aber noch viel emotionaler ist es, wenn du als Neugeborenenfotograf arbeitest.

Ausprobieren

Okay, nachdem ich nun ein paar Neugeborene fotografiert hatte, stand fest ich mach da weiter. Aber die Bildergebnisse sollten sich deutlich von den der Bilder im Kranhaus und auch von denen was die Kollegen so in ihren Studios produzierten abheben. Leichter gesagt als getan. Im übrigen war mein Sohn zu diesem Zeitpunkt schon lange aus dem Gröbsten raus, geholfen hat das aber nur indem ich keinerlei Berührungsängste hatte. Schnell hatte ich auch wieder ein paar amerikanische Kollegen im Blick und auch in Deutschland gab es ein paar überwiegend weibliche Kolleginnen die das Thema auf tolle Art und Weise umgesetzt haben. Also, das will ich auch so machen. Ja und das ist leichter gesagt als getan. Die kleinen wollen nämlich nicht immer so wirklich. Um sie in die entsprechenden Posen legen zu können müssen sie schlafen. Wenn sie wach sind kann man sie natürlich nicht so in die Posen legen. Im übrigen ist immer wieder die Rede davon, dass das was man da macht viel zu gefährlich ist für das Köpfchen ist. Glaubt mir, da ist nix gefährlich. Das Baby wird festgehalten und man kombiniert mehrere Bilder später zu einem. Der Weg war nicht einfach. Mir wollte vieles nicht so gelingen wie die Kolleginnen es mir zeigten und ich verlierte die Lust. Einfach auch aus kaufmännischen Gesichtspunkten.

Entscheidung

Der Aufwand stand in keinem Verhältnis zum Ertrag. Aber normale Preise konnte ich für meine Leistung auch nicht verlagen. Jedenfalls war das meine Meinung. Und dazu kam dann, dass Sylwia immer wieder sagte, dass deinen Bildern das weibliche fehlt. Also was Farben und die Kombinationen von Accessoires angeht. Irgendwann habe ich dann gesagt, „Machs doch selber mal.“ Ja und typisch Frau hat sie gefallen daran gefunden und wir haben gemeinsam die Entscheidung getroffen, das ich fotografiere und sie alles andere macht. Sie hat das Posing gelernt, naja und Farben und Accessoires kombinieren liegt ja in der Natur der Mädels. Aber bis daraus dann ein Business wurde hat noch einige Monate gedauert. Denn auch für sie war das Posing nicht leicht zu lernen. Inzwischen haben wir zwei Mädels die drei Tage die Woche fast ausschließlich unsere Neugeborenenfotos bearbeiten. Der Wunsch nach einem eigenen Neugeborenenstudio wächst und inzwischen ist das tatsächlich eine Haupteinnahmequelle im Business.

Fazit

Wie ist der Weg? Ausprobieren und entscheiden ob man das will. Anders und besser sein wollen und auch nach Rückschlägen weiter und härter arbeiten. Das war unser Weg, der insgesamt rund vier Jahre gedauert hat. Und auch Sylwia hatte zwischendurch keine Lust mehr. Aber es geht weiter, wir werden weitere neue Posen entwickeln, weitere tolle Sets zusammenstellen und die jungen Eltern glücklich machen.

Und du?

Hast du in deinem Bereich auch so ein Weg gehabt? Wie war das bei dir? Schreib es gerne in die Kommenatre

 

Bis bald, Sascha

 

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